Zentralkurs
Kognitive Seelsorge
Kognitive Seelsorge orientiert sich vor allem am Hier und Jetzt. Die Vergangenheit
des Klienten ist nur so weit von Bedeutung für sein Problem, wie sie mit dem, was ihn
augenblicklich emotional beschäftigt, in Beziehung steht.
Kognitive Seelsorge ist Kognitive Verhaltenstherapie (KVT) im christlich-seelsorgerlichen Kontext.
Die KVT darf nach dem Stand der Forschung als die Speerspitze der
modernen Psychotherapie- entwicklung angesehen werden.
Mittelpunkt des Zentralkurses ist der
Unterricht in Rational-Emotiver Verhaltenstherapie (REVT). „Rational-emotiv“ bedeutet,
dass unsere Ratio (das vernünftige Denken) maßgeblichen Einfluss auf unsere Emotionen hat.
Die Emotionen steuern wiederum maßgeblich das Verhalten. „Kognitiv“ meint „gedanklich“.
Es geht also um den Zusammenhang von Gedanken, Gefühlen
und Verhalten. Der hauptsächliche Ansatzpunkt für die Problembewältigung liegt in der
Macht der Gedanken. Darauf legt die rational-emotive Variante der Kognitiven
Verhaltenstherapie, die auf den Amerikaner Albert Ellis zurückgeht, besonderes Gewicht.
Die REVT als eine der Hauptrichtungen der KVT hat in Psychotherapie, Beratung
und Coaching sehr weite Verbreitung gefunden. Ihre psychologischen Grundlagen sind wissenschaftlich
sehr gut bestätigt und gefestigt. Sie hat sich als eine der wirksamsten Therapieformen erwiesen
und sie ist nicht nur in viele Therapeutenmanuale zur Behandlung psychischer Störungen
eingegangen, sondern sie hat sich auch mit großem Erfolg in Coaching und Unternehmensberatung
etabliert. Weil die Macht der Gedanken auch nach biblischer Lehre der entscheidende Bereich
für die Veränderung des Verhaltens ist, werden kognitive Therapieansätze zu recht
und mit großem Erfolg in der christlichen Seelsorge eingesetzt.
Dozenten
Hans-Arved Willberg M.Th.
Dipl.Psych.
Martina Stöppler
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Näheres |
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Das Buch zum Kurs:
H.A. Willberg,
Das ABC der positiven Lebenseinstellung
Endlich Schluss mit finsteren Gedanken!
Lebenshilfen aus dem Institut für Seelsorgeausbildung
(ISA), Bd. 2 (Books on Demand: Norderstedt, 2010), 92 S. |
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Teilnehmerstatements
„Ich habe stets das Gefühl gehabt, dass ich persönlich gefragt und gefordert bin. Ich habe die
Atmosphäre in den kleinen Gruppen als sehr angenehm empfunden. Sie hat es mir ermöglicht, die
anderen wirklich kennenzulernen. Die Vermittlung der theoretischen Inhalte erfolgte nicht trocken,
sondern mit erkennbarem Praxisbezug, oft mit überraschend unkonventionellen Methoden. Das
partnerschaftliche Verhältnis zwischen Lehrenden und Lernenden ermutigte mich dazu, mich
einzubringen und auszuprobieren. Am meisten hat mich beeindruckt, mit welcher Offenheit
und Ehrlichkeit wir über unseren Glauben sprechen konnten.“
"Jedes Mal, wenn ich im Kurs saß, hatte ich das Gefühl, genau am richtigen Platz zu sein.
Ein offenes liebevolles Klima und eine partnerschaftliche Beziehung zwischen Lernenden und
Ausbilder prägte die Gruppe ebenso, wie der Glaube die Mitte bildete, um die herum konstruktives
Arbeiten miteinander möglich war. Das war für mich der grundlegende qualitative Unterschied im
Vergleich zu anderen Ausbildungen, die ich gemacht habe. Die Mischung aus Theorie und Praxis,
die berüchtigten „Shame-Attacks“ und andere Selbstversuche und -erkenntnisse haben dazu geführt,
das neue ABC der positiven Lebenseinstellung zu begreifen und in der Praxis, im Gespräch mit
Klienten, anwenden zu können."
Die "berüchtigten Shame-Attacks": Praktische
Übungen zur Überwindung irrationaler Angstgedanken: "Schrecklich, was die Leute über
mich denken werden..." Wirklich? Und wenn schon...
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"Nach meiner Begeisterung für die personenzentrierte Gesprächsführung, die ich im ISA-Grundkurs I
kennen lernte, fiel es mir zunächst schwer, mich auf das zielgerichtete Gesprächsmodell des ZK
einzulassen. Entscheidend war für mich zu erleben, wie die beiden Ansätze sich ergänzen: auf
jeden Fall ganz nah am Gegenüber zu sein, und zu sehen, wie sich aufgrund des ABC-Modells dann
hilfreiche Fragen ergeben, um den Gesprächspartner in seiner Selbstwahrnehmung und Lösungsfindung
zu unterstützen. Nach Abschluss des Kurses bin ich nun sehr dankbar, die erste Abneigung
überwunden und damit ein größeres Repertoire zur Führung von Seelsorge-Gesprächen zu haben.
Dadurch ist meine Zuversicht gewachsen, auch schwierige Gesprächssituationen zu meistern."
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